Die Ökonomie-Maschine einer geschlossenen Volkswirtschaft (nach Kalecki, Phillips, Allais, Godley, Lavoie, Kakarot-Handtke, u.A.)

mit den Determinanten für Produktion, Preis- und Lohn-Niveau, Einkommensarten, Gesamtgewinn, Beschäftigung

reale Größen (in Mengen) real (in Mengen) nominale Größen (in Preisen) nominal  (in Preisen) 1 0 % 100 - + 0 + 0 % 100 - + 0 + = + + + + + + - - - - - - - - - - - - - - * * * * * / / / / / / / / / / / / / Erfolgreich getestet: Chrome, Firefox und MS Edge-2. Internet Explorer und mobile Apps ungeeignet. Zeigen auf das Textsymbol unter einem Anzeigeelement liefert seine Bedeutung. ρE·(1+ρD) Beim Preis-Mechanismus gilt W=P·R d.h. im Wesentlichen, dass weder Lohnsatz-An- hebungen dauerhaft die Reallöhne vergrößern noch Preisaufschläge den Gesamtgewinn. Bei Präferenzänderungen gilt eher der Mengen- mechanismus. Makroökonomischer Gewinn beruht vor allem auf dem Entsparen bzw. der Verschuldung von Nichtunternehmenssektoren. Einstellknopf  (Wert reagiert aber auch auf zu-geleitete Impulse) Messuhr für inne- ren Zu- stand Einstellbare Verzö- gerung Identität: erzwingt inkre- mentell die Gleich- heit beider Seiten Definition: Bezug zubereits einge-führten Größen Beispiel additiver Bezug (markiert dieSummenseite) Beispiel subtraktiver Bezug (Differenzseite,Subtrahend) Beispiel multiplikat. Bezug (markiert dieProduktseite) Beispiel divisibler Bezug (Quotient.seite,Divisor) Beispiel Aufsaldierung: zeitlicher Saldo(Resultatseite) Basis „Verhalten”„technisch” W, L, R, P, X, O, YD, I Äußere Parameter: ρD ≡ YD/YW(alt) ρD'≡ YD/Qm(neu) ρE ≡ C/Y ρX ≡ X/O ρF ≡ W/P·R Redundante Verbindung (Geldmengen-Saldenmechanik): „Sparen und die Veränderung des Geldbestands derPrivathaushalte sind zwei Aspekte des gleichen Restflusses” (Allais-Identität: Sm = Y-C = ΔMH) [1, übersetzt]. Meine Neudefinition: Ausschüttungen bemessen sich an Prozenten vom Gewinn Qm statt am Lohneinkommen YW. Zeichenerklärung ... ©2022 Oskar Fuhlrott Beschäftigungsmultiplikator 1/(1-ρE·ρΘF) 1-ρE·ρΘF ρE·ρΘF 1/(1-ρEρΘF)·I/PIRIE·YD/PC·RC I/(PI·RI)+ρE·YD/(PC·RC) ρE ·YD PI·RI G-T I/(PI·RI) I-Sm I-Sm+YD Ex-Im Ib-D I-Sm+YD+G-T+Ex -Im ρE·YD/(PC·RC) RC·PC Y-C C/Y YW+YD Qm-YD ∫ΔMB YD/Qm C-YW C-Y Y-C ∫ΔMH W·L YD/YW 1+ρD W/P X·P ρE·(1+ρD)·W/P ρE·(1+ρD) L·R W/P·R O·ρX X/O ρFθVollbeschäftigungs-Faktorkosten-Quote RIProduktivität Investitionsgüter PIPreisniveau Investitionsgüter GStaatsausgaben TStaatseinnahmen ExExporte RCProduktivität Konsumgüter INetto-Investitionen DAbschreibungen, Wertverlust Sm monetäres Sparender Haushalte QMmonetärer Gewinn der Firmenin der 3-Sektoren-Ökonomie ImImporte PCPreisniveau Konsumgüter ρE Konsumausgaben-Quote IbBrutto-Investitionen YGesamteinkommen Qreeinbehaltene Gewinne= Geldbestand der Firmen MH Geldbestand der Haushalte YD ausgeschüttete Gewinne Qmmonetärer Gewinn(Bilanzgewinne des Firmensektors) ΔMB Änderung Geldbestand Firmen ΔMH ÄnderungGeldbestand Haushalte ρD' Ausgeschüttete Gewinne als Anteil am Gewinn Meine Neu-Definition YW Lohneinkommen (= Kosten) CKonsum =Verkaufserlöse ρD EKHs Relation ausgeschütteter Gewinne zu den Lohneinkommen (nicht mehr einstellbar) (alt: EKH) LArbeitsleistung (Stunden) WLohnsatz pro Stunde PPreisniveau RProduktivität ρF Faktorkosten-Quote = W/P·R Xverkaufte Menge OProduktionsausstoß ρX Verkaufsquote

Eine Auflösung ökonomischer „Paradoxien”

Intuitive Vermutung  (Laiensicht) Makroökonomische Realität Grund
Teilung der Einkommensfaktoren in Kapi­tal und Arbeit? „Arbeit und Kapital erkämp­fen sich ihre Faktoranteile als Lohn und Profit” Profit ist kein Faktoreinkommen, ist von bei­den Gruppen fast unbeeinflussbar (außer per Nettoinvestitionen+Gewinnausschüttungen) Gewinn des Firmensektors entsteht monetär per Verschuldung anderer Sektoren. Einzelwirt­schaft­licher Gewinn akkumuliert sich nicht bottom-up
„Der Mindestlohn erhöht die Kosten ⇒  Entlassungen sparen Kosten” EKHs Beschäftigungsgesetz: Ein Mindestlohn­anstieg erhöht kurzzeitig die Beschäftigung Rückkopplung über den Beschäftigungsmultipli­kator (Keynes+EKH) im Kreislauf
„Monopole oder Ausbeutung steigern den  Gewinn der Firmen” Als mikroökonomische Faktoren erhöhen sie nicht den GESAMT­gewinn des Firmensektors Sie wirken nur auf die Aufteilung des Gesamt­gewinns unter den Firmen, nicht seine Höhe
„Lohnsenkungen und Billig-Jobs schaffen  mehr Arbeitsplätze” Stattdessen senken sie im Kreislauf die Kon­sumnachfrage und befördern damit Entlas­sungen Über benötigte Arbeitsleistungen entscheidet der Produktmarkt (über den Preismechanismus der erwarteten Verkäufe) — nicht der Arbeitsmarkt
„Die Bindung der Arbeitslosenhilfe an das  Fordern von regelmäßigen Bewerbungen  und Arbeitsannahmezwang verringern die  Arbeitslosenzahl und beugen Mißbrauch vor” Arbeitsmarkt-Maßnahmen der Arbeitsagen­turen sind wirkungslos verschleudertes Geld. Und sie belasten die Wirtschaft mit zusätz­licher Bürokratie (Sichtung, Rücksendung) Eventuelle lokale Erfolge solcher Maßnahmen heben sich durch Entlassungen an anderer Stelle auf („Drehtür-Effekt”). Das kann sich allenfalls nahe der Vollbeschäftigung ändern
„Der Staat oder die Rentenversicherung  können für später sparen, indem sie Geld  zurücklegen” Übertragung von Geld in die Zukunft geht weder gesamtwirtschaftlich noch für län­gere Zeiträume (Mackenroth-Theorem) Es ist kein Sparen, sondern Wert­ver­nich­tung. Nötig wäre stattdessen eine Kette aus Schuld­verhältnissen oder der „Generationenvertrag”
„Es herrscht eine Gleichgewichtstendenz hin  zum Schnittpunkt einer Angebots- mit einer  Nachfragekurve” Eine solche Tendenz gibt es in der Makro­ökonomie nicht, und deren Gleichgewichts­punkt bleibt auch allen Beteiligten verborgen Zwar beeinflussen Gesamtangebot und Gesamt­nachfrage das Preiniveau, aber ohne gesamt­wirtschaftlich genauer definierbare Funktionen
„Preise spiegeln die Nutzen- bzw. Grenznut-  zen-Verhältnisse wieder” Die Makroökonomie kennt weder Nutzen noch Grenznutzen. Das Preisniveau bildet sich (etwas verzögert) gemäß dem Preisme­chanismus aus Lohnsatz und Produktivität Nutzenfunktionen sind nicht messbar, gehören ins Reich der bloßen Vermutungen und Vorstel­lungen und sind — wenn es über Individuen hinausgeht — auch mathematisch undefiniert
„Die Größen Lohnsatz, Preisgestaltung, Pro-  duktivität und Arbeitsleistung beeinflussen  den Gesamtgewinn” Der GESAMT-Gewinn hat NICHTS zu tun mit Produktivität, dem Lohnsatz, den Arbeits­stunden, Ausbeutung, Wettbewerb, Kapital, Macht, Monopolstellung, Abwarten, Risiko­freude, Gier, Geschick der Unternehmer oder anderweitigen subjektiven Faktoren ([2]) Der Gesamtgewinn entsteht rein monetär im Geldkreislauf aus dem Forderungszuwachs der Firmen gegenüber den Finanzsalden der anderen Sektoren. Die links genannten Größen bestim­men dann nur top-down den Anteil einer Firma am Gesamtgewinn (und das Gesamtwachstum)

[1]) Egmont Kakarot-Handtke: “Keynes’s Missing Axioms”. MPRA Paper No. 43856, 14.5.2011.
[2]) Egmont Kakarot-Handtke: Comment on Nick Rowe: “Equalising the twin markups in a monopolistically competitive macroeconomy”. Worthwhile Canadian Initiative, June 2017.

Oskar Fuhlrott,